Saab (Schweden) 1949-2012

Marken: A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

Saab Automobile AB, Trollhättan, Schweden

Die Svenska Aeroplan AB (SAAB) baute unzählige Flugzeuge für den 2. Weltkrieg. Um nach dem 2. Weltkrieg die Produktionskapazitäten wieder zu füllen suchte man ein neues Betätigungsfeld. Saab entschied sich für den Fahrzeugbau und konnte bereits 1949 ihr Erstlingswerk präsentieren. Die ersten Modelle besassen noch 2-Takt Motoren von DKW, jedoch stellte man schnell auf den V4-Motor von Ford, der auch im Ford Taunus Verwendung fand um. 1968 präsentierte Saab ein neues Fahrzeug welches später Automobilgeschichte schreiben soll: den Saab 99. Für dieses Modell wurde ursprünglich ein eigener Motor vorgesehen, da dem Entwicklungspartner jedoch schnell klar wurde, dass sich eine so kleine Firma wie Saab sich solch eine Entwicklung nicht leisten konnte vermittelte Ricardo einen neuen Triumphmotor. Dies und die aufwändige, sehr stabile Karosseriestruktur waren nun die Grundlage für den Motorsport. Die Karosserie war so stabil, dass kein Rennkäfig nötig war! Mit dem mittlerweile zum Konzernpartner gereiften LKW Hersteller Scania entwickelte Saab einen Abgasturbolader und war der erste Hersteller der Welt der eine serienmässige Limousine mit einem Turbo ausstattete. Dies wurde Jahrzehnte lang zum „Markenzeichen“ von Saab. Ende der 80er-Jahre schlitterte Saab in eine nie mehr endende Abwärtsspirale. Der Nachfolger des Saab 99 war nun auch schon eine alte Konstruktion und durch die sehr aufwändige Produktion zu teuer geworden. Der neue grössere Saab 9000 brachte durch Fehlmanagement pro gebautem Fahrzeug mehrere Tausend Dollar Verlust. 1989 stieg General Motors bei Saab Automobile ein und ermöglichte mit Opel Komponenten eine wirtschaftliche Chance. Nur blöderweise konnte Opel nicht ansatzweise an den Qualitätsgedanken von Saab hinkommen. So änderte Saab soviele Komponenten wieder ab, dass der finanzielle Vorteil wieder zu einem Nachteil wurde und Saab bis 2000 nicht in die Gewinnzone brachte. Aus diesem Grund veräusserte Saab die Autosparte im Jahre 2000 komplett an General Motors. Jetzt konnte Saab vom kompletten General Motors Baukasten profitieren. Leider schafften die Saab Verantwortlichen auch dies nicht und so entstanden skurile Fahrzeuge die niemand haben wollte, wie den Saab 9-2X (gebadgter Subaru Impreza) oder 9-7X (gebadgter Chevrolet Trailblazer). 2010 verkaufte General Motors Saab an den Holländischen Sportwagenbauer Spyker. Dieser war mit diesem unterfangen völlig überfordert und musste 2012 Insolvenz anmelden. Mehrere Versuche des schwedischen Staates Saab noch irgendwie zu retten fielen fehl und der Name Saab verschwand für immer auf Automobilen.

 

Modellprogramm
Saab Modellprogramm 1974 Prospekt 001-001h

99 1968-1984
Saab 99 EMS Prospekt 001-001h

9-5 I 1997-2011
Saab 9-5 Griffin Edition 2008-09 Prospekt 001-001h

9-3 I 1998-2003
Saab 9-3 Viggen 1999-06 Prospekt 001-001h

 

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