Boano, Turin, 1940-1957, Enzyklopädie

Marken: 4 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

1940-1953 F. Mario Boano Scocche per Automobili, via Giacinto Collegno 14, Turin, Italien
1953-1954 Boano SpA , via Arnaldo da Brescia 75, Turin, Italien
1954-1957 Carrozzeria Boano Lavorazioni Speciali sas di L. Pollo & C., Turin, Italien

1940 verliess Felice Mario Boano die Stabilimenti Farina, in welcher er den Posten des technischen Direktors inne hatte, um seine eigen Karosseriebaufirma zu gründen. In den Anfängen lieferte er vorwiegend Rohkarossen, Holz- und Negativformen für andere Carrossiers, jedoch hauptsächlich an Ghia. Als 1944 Giancinto Ghia starb, wurde Boano auf Wunsch der Familie Ghia miteigentümer der Carrozzeria Ghia. Seine Firma führte er allerdings unabhängig von Ghia weiter. 1954 kam es zwischen Lugi Segre und Boano zu Reibereien und Boano verliess Ghia um aus seiner Negativformen Firma einen richtigen Karosseriebetrieb mit Endmontage zu machen. Zur gleichen Zeit heiratete seine Tochter Marisa den Luciano Pollo, Sohn des technischen Direktor der Carrozzeria Ellena. Daraufhin machte Boano, Giuseppe Pollo das Angebot als technischer Direktor zu Ghia zu wechseln. Pollo willigte ein und die Carrozzeria Ellena stieg im Gegenzug bei Boano ein. 1956 konnte Boano die Produktion des Ferrari 250 GT an Land ziehen. 1957 trat Fiat an Felice Boano heran und bat ihn, für Fiat das Centro Stile aufzubauen. Boano nahm die Aufgabe an und verkaufte dazu die Carrozzeria Boano komplett an die Carrozzeria Ellena. Der Name Boano blieb bis 1959 erhalten, diente jedoch nur noch zur Auftragsgewinnung und wurde darauf aufgegeben. Die Produktion des Ferrari 250 GT und alle anderen Boano Aktivitäten gelangten somit ab 1957 zur Carrozzeria Ellena.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.