Rover, Longbridge, 1904-2005, Enzyklopädie

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1884-1896 J. K. Starkley & Sutton., Coventry, Grossbritannien
1896-1906 Rover Cycle Company, Coventry, Grossbritannien
1906-1967 The Rover Company Limited, Coventry, Grossbritannien
1967-1972 British Leyland Motor Corporation, Longbridge, Grossbritannien
1972-1982 Rover-British Leyland UK Limites, Longbridge, Grossbritannien
1982-1986 Austin-Rover Group Ltd., Longbridge, Grossbritannien
1986-2000 Rover Group Ltd., Longbridge, Grossbritannien
2000-2005 MG Rover Group Ltd., Longbridge, Grossbritannien

Der Ursprung von Rover geht ins Jahr 1884 zurück als die „J. K. Starley & Sutton“ ein Dreirädriges Fahrrad mit dem Namen Rover in Produktion nahm. 1888 wurde ein Elektrofahrzeug gebaut, welches jedoch nicht über das Prototypen Stadium heraus kam. 1896 erfolgte eine erste Umbenennung der Firma in „Rover Cycle Company“ und 1902 baute Rover ihr erstes Motorrad. 1904 stieg Rover auch in den Bau von Automobilen ein. Um die Zuverlässigkeit zu demonstrieren fuhr dieses Auto von London nach Konstantinopel, das heutige Istanbul. 1906 erfolgte eine weitere Umbenennung auf „The Rover Company Limited“. Als die Wirtschaftliche Situation 1923 immer schwieriger wurde, stellte Rover die Fahrrad und Motorrad Produktion ein. Mit dem Automobilbau konnte man sich bis zum Zweiten Weltkrieg über Wasser halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es für alle schwierig, Rover jedoch traf mit dem neuen Land Rover den Nerv der Zeit und konnte schnell grosse Verkaufserfolge einfahren. Ende der 40er-Jahre erprobte Rover die Gasturbine und bis 1961 entstanden diverse Prototypen mit Gasturbinenantrieb. 1965 konnte Rover die angeschlagene Marke Alvis übernehmen. Alvis wurde 1967 eingestellt und Rover ging in Leyland auf. Ein Jahr später entstand durch die Fusion von BMC und British Leyland die BLMC (British Leyland Moor Corporation). Mittlerweile befand sich fast die gesamte Automobilproduktion Englands unter dem Dach von BLMC. Als 1975 BLMC in grosse finanzielle Nöte geriet rettete der britische Staat BLMC und wurde auch Eigentümer. Die britische Automobilindustrie stand vor dem Kollaps und Rover suchte eine Zusammenarbeit mit Honda. 1982 baute man den BLMC KOnzern zur „Austin-Rover Group“ und 1986 zur „Rover-Group“. 1988 wurde die Rover Group reprivatisiert und 1994 von BMW aufgekauft. Nach grossen finanziellen Verlusten un Investitionen von 4 Milliarden Pfund, veräusserte BMW die Rover Group 2000 an die britische „Phoenix-Venture Group“, behielt jedoch Mini und Land Rover (welche später an Ford ging). Phoenix nannte die Firma nun in „MG Rover Group“ um. Die Finanzspritze von Phoenix reichte jedoch auch nicht und Verhandlungen mit SAIC über weitere 1,4 Milliarden Pfund scheiterten. 2005 ging die „MG Rover Group“ in Konkurs, die Maschinen übernahm Nanjing Motors und die Design Lizenzen SAIC. Die Rover Namensrechte gingen zurück an BMW, weiter an Ford und sind nun seit 2008 bei Tata. SAIC kaufte kurz nach den Design Lizenzen auch die komplette Nanjing Motors welche die Produktionsmaschinen aufkaufte. Unter SAIC entstehen seit 2008 wieder MG und Roewe Fahrzeuge. Roewe eine an Rover angelehnte Marke, da ja die Namensrechte bei Tata liegen, welche den Markennamen Rover jedoch nicht verwendet.

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