Vanvooren, Courbevoie, 1900-1950, Enzyklopädie

Marken: 4 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

1900-1950 Achille Vanvooren, Rue Pierre l’Homme, Coubevoie, Frankreich

1888 stieg Achille Vanvooren (oft auch Van Vooren genannt, was jedoch eine falsche Schreibweise ist) in den Kutschenbau-Betrieb seines Vaters ein. Bereits um 1900 erweiterte Vanvooren sein Angebot um Automobil Karosserien die sich schnell einen Namen von erster Güte errangen. So durften Fahrgestelle von Mercedes, Panhard-Levassor oder Hotchkiss eingekleidet werden. In den 20er Jahren gelang es Vanvooren zusammen mit seinem Nachbarbetrieb „Repusseau et Cie“ eine System zu entwickeln, das eine Verhinderung von quietschen und klappern sowie eine Verminderung von Rissbildung zur Folge hatte. Durch Silent-Gummi-Isolatoren von Repusseau zwischen Stahlrahmen und dem Holzaufbau konnte man so für die schönen und reichen eine sehr hohe Qualitätskarosserie anbieten. Dadurch entstanden Karosserien für Hispano-Suiza, Rolls-Royce, Bentley und viele Bugattis. Während dem Zweiten Weltkrieg wurden die Werksanlagen massiv zerstört und die Produktion konnte erst 1947 wieder aufgenommen werden. Der Markt für Luxusautombile hat sich so stark verändert, dass Vanvooren grosse Probleme hatte sich zu behaupten. Hispano-Suiza und Bugatti waren nicht mehr im Automobilbau tätig, Rolls-Royce und Bentley besassen mittlerweile eigene Karosseriewerkstätten und Panhard-Levassor widmete sich dem Kleinwagen zu. Da blieb nur noch Delahaye, Delage und Hotchkiss, die mit grössten Absatzprobleme kämpften und nicht auf Touren kamen. 1950 schloss Vanvooren, wie die meisten Karosseriebbetriebe, seine Tore für immer. In diesen 50 Jahren sind vermutlich rund 3’000 Karosserien entstanden, die Werksunterlagen sind leider im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff in Flammen aufgegangen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.