ASAG, Schinznach (AG) 1949-1972, Enzyklopädie

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ASAG (Automontage Schinznach AG), Aarauerstrasse 22, 5116 Schinznach-Bad, Schweiz,

Im Januar 1945 gründete Walter Haefner am Utoquai in Zürich die „Neue AMAG Automobil und Motoren AG“ . Diese befasste sich mit dem Import von Chrysler, Standard, Studebaker und VW. 1947 erwarb die AMAG in Schinznach-Bad ein Areal einer ehemaligen Zementfabrik um die importierten Fahrzeuge aufzuarbeiten und für den Schweizer Markt anzupassen. Um die hohen Einfuhrzölle zu umgehen fing die AMAG unter dem Namen ASAG (Automontage Schinznach AG) auch an Fahrzeuge zu montieren. Um das Label „Montage Suisse“ zu erreichen musste eine gewisse Prozentzahl von Teilen aus der Schweiz stammen. So waren meistens, Reifen, Polster, Batterien sowie andere Anbauteile von Schweizer Hersteller. Auch wurde der Schweizer Produktion eine höhere Qualität nachgesagt. Neben Schinznach wurden auch in Arbon (Chrysler Montage bei Saurer), Werner Risch in Zürich (Packard Montage und Swiss-Packard) sowie in Biel (GM General Motors) Fahrzeuge Montiert. Den Start der Montage in Schinznach machten 1949 in grossem Umfang Plymouth Fahrzeuge. Chrysler, De Soto und Dodge hingegen fristeten eher ein Schatten dasein. Ein Grund dafür war die unregelmässige Teilelieferung aus den USA. So war die ASAG froh in den 50er-Jahren noch rund 500 englische Standard Vanguards montieren zu dürfen. Ende der 50er-Jahre kam auch noch der schnittige VW Karmann-Ghia dazu, von dem rund 1’000 Stück montiert wurden. Ab 1959 ergänzte Studebaker das Portfolio was jedoch nicht so richtig auf Touren kam. Der Zeitpunkt war einfach der Falsche, zu grosse Fahrzeuge für die Schweizer Bergwelt und der baldige Konkurs von Studebaker beendete die Montage nach nur wenigen Einheiten. Dagegen wurden in den 60er die eher kompakten Valiants ein richtiger Kassenschlager. Die Valiants aus Schweizer Produktion liefen alle unter der Marke Chrysler während die amerikanischen unter dem Plymouth Label vertrieben wurden. 1972 stellte ASAG die Montage nach 29’227 Exemplaren aus Kostengründen ein. Wie viele Fahrzeuge Heute noch existieren ist nicht bekannt. Oft ist es auch sehr schwer ein Fahrzeug aus der ASAG Montage zu identifizieren. Eine immer wieder auftretende Frage ist ob die Basler ASAG das Überbleibsel sei. Die Basler ASAG (Auto Service AG) ist meines Wissens eine andere Firma und hat nichts mit der ASAG der AMAG zu tun. Wer noch mehr Infos hat oder Fehler auf meiner Seite findet bitte melden. Ich möchte so wenig Falschinfos wie möglich publizieren.


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