Vanden Plas, London 1913-1980

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Vanden Plas (England) Ltd., London, Grossbritannien

Der Name Vanden Plas geht auf den belgischen Karosseriebauer Van den Plas zurück. Die Belgische Firma baute Karosserien vorwiegend für die belgischen Marken Minerva und Métallurgique. Als Métallurgique vermehrt nach Grossbritannien exportiert wurden und in der englischen Presse gute Beurteilungen bekamen. Der englische Importeur von Metallurgique und Karosseriebauer Théo Masui (Théo Masui LTd.) bekam 1913 die Rechte unter dem Namen Vanden Plas eigene Karosserien zu bauen. Kaum war der erste Weltkrieg ausgebrochen übernahm der Flugzeughersteller „Aircraft Manufacturing“ Vanden Plas und band die Firma in den Bau von Flugzeugen ein. 1917 wurde Vanden Plas wieder ausgegründet und hiess nun „Vanden Plas (England) 1917 Ltd. 1919 wurde die Produktion von Karosserien wieder aufgenommen. Das Unternehmen hatte massive finanzielle Schwierigkeiten und musste schliesslich 1923 Konkurs anmelden. Edwin Fox(bisheriger Manager) übernahm mit seinen Brüdern die Konkursmasse und gründetet die „Vanden Plas (England) 1923“. Der neue Sitz war nun in Kingsbury in den alten Werkshallen des Automobilherstellers Kingsbury welcher kurz zuvor ebenfalls in Konkurs ging. Die geografische Nähe zu Bentley war der Grundstein des Erfolges der neuen Firma. Vanden Plas kleidete bis in die 30er-Jahren rund ein Viertel aller Bentley ein. Daneben entstanden auch Karosserien für Alfa Romeo, Daimler, Delage und Rolls-Royce. Als 1931 Bentley in Konkurs ging musste sich Vaden Plas neu orientieren und fand in Alvis und Invicta zwei neue gute Partner. Während dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Vanden Plas Flugzeugteile gebaut. Danach schaffte die Familie Fox die Wiederaufnahme des Karosseriebaus nicht, auch der Verkauf an Rolls-Royce scheiterte. 1946 kaufte schliesslich Austin die Firma auf. Das Ziel war die Produktion eines Oberklassemodells. 1952 fusionierte Austin mit Morris zur BMC (British Motor Comapny) und Vanden Plas wurde ein Teil der BMC. Bis 1967 bestand Vanden Plas als eigenes Unternehmen unter dem Dach der BMC und wurde bei der Fusion von BMC und Leyland zur BLMC (British Leyland Motor Company) aufgelöst und als Division der BLMC weitergeführt. Bis 1960 wurde Vanden Plas als eigenständige Marke geführt. 1968 verschwanden die Eigenständigen Modelle von Vanden Plas und es wurden nur noch Modelle von anderen Konzernmarken mit dem Vanden Plas Emblem bestückt (Badge Engineering). 1980 Verschwanden auch die Badge Engineering Modelle und der Name Vanden Plas wurde nur noch als Name für Luxusausstattungen verwendet.

Vanden Plas Princess 4-Litre Limousine 1960-1968
Vanden Plas Princess 4-Litre Limousine 1964 002h

Vanden Plas Princess 4-Litre R (ADO66) 1964-1968
Vanden Plas Princess 4-Litre R 1965 007h

Vanden Plas Princess 1100/1300 (ADO16) 1962-1974
Vanden Plas Princess 1100 004h

Vanden Plas Princess 1500/1750 (ADO67) 1975-1980
Vanden Plas Princess 1500 003h

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