BMW, München, 1928-Heute, Enzyklopädie
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, Petuelring 130, 80809 München, Deutschland,
Die Gründung von BMW geht auf die Firma „Rapp Motorenwerke Gmbh“ zurück. 1913 kaufte Rapp die Münchner Firma Dörhöfer welche kurz zuvor den Flugmotorenbauer Schneewies in Chemnitz übernahm. Schneewies jedoch geriet in grössere finanzielle Nöte und riss Dörhöfer gleich mit. Deshalb stand Dörhöfer zum Verkauf. 1917 änderte Rapp den Firmanname von „Rapp Motorenwerke GmbH“ in „BMW GmbH“ um, welche ein Jahr später in eine AG umgewandelt wurde und die Heutige „BMW“ entstand. Zunächst wurden lediglich Flugmotoren gebaut. 1928 Übernahm BMW die „Fahrzeugwerke Eisenach AG“ welche den Dixi baute (Ausin 7 Lizenzbau). So entstand 1929 der erste BMW PkW. In den 30er-Jahren konstruierte BMW die ersten eigenen PkW darunter Rennsportlegenden wie den BMW 328. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Produktionsanlagen komplett zerstört und das Eisenacherwerk lag in der Sowjetischen Zone, welche später zur DDR wurde. Das Eisenacherwerk wurde enteignet und baute in der DDR als „VEB Automobilwerk Eisenach“ den IFA und EMW sowie später die Fahrzeuge der Marke Wartburg. BMW tat sich schwer in München, der 501 (im Volksmund Barockengel genannt) brachte als Oberklassemodell viel zu wenig Absatz, die Motorradproduktion war Rückläufig und die Isetta (Lizenzproduktion des Iso Isetta) schaffte den finanziellen Turn-Arround auch nicht. 1957 verkaufte BMW als erste Massnahme das Werk 2 in München-Allach an den LkW Hersteller MAN. 1958 und 1959 liefen noch katastrophaler und die Deutsche Bank (Grossaktionär) wollte BMW an Daimler-Benz verkaufen. Die Kleinaktionäre wehrten sich allerdings erfolgreich und BMW durfte nicht an Daimler verkauft werden. 1960 übernahm Herbert Quandt weitere Anteile an BMW wodurch die Deutsche Bank immer mehr Einfluss verlor (Quandt besass nun über 60% an BMW). Mit einem grossen Darlehen von Rund 20 Millionen Mark von MAN schien die Zukunft von BMW gesichert und die Loslösung von der Deutschen Bank als geschafft. Als 1961 Borgward in Konkurs geriet, gab es BMW wieder mehr Platz auf dem Markt und mit dem neuen Modell „neue Klasse“ sah BMW die Chance des Turn-Arround. Tatsächlich gelang es BMW wieder in die Gewinnzone zu fahren und 1967 konnte sogar ein weiterer Konkurrent, die „Hans Glas GmbH“ übernommen werden. Die Glas Modelle erhielten ein BMW Emblem und wurden nach Auslaufen des Modellzykluses nicht ersetzt. Die neue Klasse wurde in den Siebziger-Jahren durch ein neues Modellsystem ersetzt. So benannte BMW die Einstiegsmodell 3er-Reihe, die Mittelklasse 5er-Reihe und die Oberklassemodelle 7er-Reihe. Diese Modelleinteilung wurde beibehalten und später nach unten durch die 1er-Reihe ergänzt. Auch den SUV Trend machte BMW mit und benannte sie mit einem X, so entstanden X1, X2, X3, X4,X5, X6 und X7. In den 80er-Jahren lancierte BMW mit der „M Motorsport GmbH“ zu den Modellreihen sportliche Modelle wie der M3, M5 oder M6. In den 90er-Jahren versuchte sich BMW dem Globalen Trend von Übernahmen und übernahm die Rover Group. So gelangte Rover, Mini, Austin und MG, ins Portfolio von BMW. 1998 kamen die Namensrechte von Rolls-Royce hinzu während das Rolls-Royce Werk in Crewe an VW verkauft wurde. BMW baute in Goodwood ein neus Werk für Rolls-Royce während in Crewe, dem ehemaigen Stammwerk von Rolls-Royce, von nun an Bentley unter VW Ägide gebaut werden. Rover/MG/Austin wurde in den 2000er-Jahren wieder veräussert, während Mini und Rolls-Royce bis Heute unter dem BMW Dach verblieben.