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Delahaye, Paris, 1894-1954, Enzyklopädie

1894-1954, Delahaye, Paris, Frankreich

Emile Delahaye betrieb in Tours seit 1845 eine Fabrik die Maschinen für die Backsteinproduktion und Stationärsmotoren herstellte. Die ersten Automobile faszinierten Emile Delahaye sehr und so kam es, dass er eine eigenständige Firma gründetet die sich mit dem Automobil befassen sollte. Die Produktion konnte bereits 1894 aufgenommen werden und Delahaye galt als Pionier ähnlich wie Peugeot, De Dion-Bouton oder „Panhard & Levassor“. Bereits 1898 mussten grössere Werkstätten in Paris bezogen werden. 1902 setzte sich Emile Delahaye zur Ruhe und stellte Charles Weiffenbach als Chefkonstrukteur ein. Eine sehr gute Wahl, denn durch Weiffenbach kam enorme Innovation in die Firma. So konstruierte Weiffenbach abnehmbare Zylinderköpfe und Zwei Bremspedalen, sowie den ersten V6-Motor der in den USA an diverse Lizenznehmer verkauft wurde. Delahaye war vor dem ersten Krieg somit eine der Innovativsten und modernsten Automobilhersteller. Dies blieb nicht unerkannt und so durfte Delahaye auch an diverse Königshäuser liefern. Die Zwichenkriegszeit wurde für Delahaye der absolute Höhepunkt. Da, wie damals üblich im Luxussegment, lediglich Rolling-Chassis geliefert wurden, das heisst Chassis mit Motor ohne Karosserie entstanden in den 30er-Jahren die unglaublichsten Art-Deco Fahrzeuge mit Karosserien von Chapron, Figoni & Falaschi, Worblaufen oder Graber. Diese Fahrzeuge haben bis Heute ihren Reiz nicht verloren und bringen immer wieder Leute am Staressenrand zum staunen. 1938 konnte der Konkurrent Delage übernommen werden. Während dem Zweiten Weltkrieg schloss sich Delahaye mit Hotchkiss, Latil, Simca, Unic und „Bernard & Laffly“ zur GFA (Groupe Francaise de l’Automobil) zusammen um mittelschwere LKWs zu bauen. Nach dem Krieg blühte Delahaye nochmals kurz auf und mit dem Modell 175 konnte sogar ein neues Fahrzeug präsentiert werden. Die Steuerlast auf Luxusfahrzeuge in Frankreich wurde jedoch so hoch, dass Delahaye keine 100 Fahrzeuge mehr pro Jahr absetzten konnte. Diese wurden zwar von den namhaftesten Carrossiers eingekleidet, konnte aber das Absatzproblem nicht lösen. Ebenso der etwas kleinere und sehr elegante Type 235 nicht und auch der Militärjeep VLR 1 kam nicht auf Touren. 1954 kam es zur Übernahme durch Hotchkiss und noch im selben Jahr stellte Hotchkiss die Marke Delahaye und ihre eigene PKW Produktion ein. Bis 1956 sind noch einige LKW als Hotchkiss-Delahaye verkauft worden. Danach tauchte der Name Delahaye nie mehr auf.

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