General Motors, Detroit 1908-Heute, Enzyklopädie
General Motors Company, P.O. BOX 33170, Detroit, MI 48232-5170 USA, www.gm.com
General Motors war über einen Zeitraum von 70 Jahren der grösste Automobil Hersteller der Welt, mit Produktionsanlagen auf allen Kontinenten. Angefangen hat alles als die beiden Aktionäre von Buick, William C. Durant und Charles Stewart Mott die „General Motors Company“ gründeten. Das Ziel war mit der neuen Company weitere Automobilhersteller aufzukaufen und unter diesem Dach zu bündeln. So kauften die beiden noch im selben Jahr Oldsmobile und im Jahr darauf Cadillac, Cartercar, Elmore, Ewing und Oakland (Pontiac). 1918 stiess Chevrolet zu General Motors und in den 20er Jahren „Yellow Coach“ was dazu führte, dass GM versuchte überall die bestehenden Strassenbahnen durch Greyhound Buslinien zu ersetzen. Als dies nicht richtig gelang, gründete GM Firmen mit denen die Strassenbahnbetreiberfirmen und auch Hersteller aufgekauft wurden. Durch diese Aufkäufe erhielt GM die macht über die Strassenbahnen und konnte nach und nach die Bahnen durch die eigenen Busse ersetzen. 1925 kaufte General Motors den britischen Automobilhersteller Vauxhall und 1929 stiess die deutsche „Adam Opel AG“ dazu. In den 30er Jahren ging es wie bei fast allen etwas chaotisch zu und her. Krieg und Streiks prägten den Produktionsalltag, in all dem Gewirr stieg General Motors zum grössten Automobil Produzenten der Welt auf und hielt diesen Platz bis 2007 inne! 1931 übernahm GM den australische Automobilhersteller Holden und gliederte ihn in die GM-Welt ein. In den 70er und 80er Jahren kooperierte GM mit Isuzu, Subaru, Suzuki und Toyota, sowie mit dem koreanischen Hersteller Daewoo. Ende der 80er Jahre stiess der schwedische Automobilhersteller Saab zu GM. Die 90er Jahren begannen vielversprechen, jedoch war damals schon der Absturz von GM absehbar. General Motors verzettelte sich mit Absatzkanälen und neu gegründeten Marken wie Asüna, Geo, Passport, Beaumont oder Saturn welche meist Japanimportfahrzeuge vermarkteten zu sehr, dass die alten eigene Marken vernachlässigt wurden und Marktanteile verloren. Die neuen Marken verschwanden bald wieder, aber auch die alten Marken Oldsmobile und Pontiac. 2002 konnte der in finanzielle Schwierigkeiten geratene Kooperationspartner Daewoo übernommen werden und 2005 in Chevrolet (Korea) umfirmiert werden. Dann kam das verheerende Jahr 2008 mit der „Hyptheken Krise“ und der nachfolgenden weltweiten Wirtschaftskrise was zur Insolvenz (über 30 Milliarden Dollar Verlust im Jahr 2008!) von General Motors führte. Mit staatlicher Hilfe wurde General Motors durch eine Neugründung gerettet, ähnlich wie Chrysler. Die Kooperationen und Beteiligungen an Isuzu, Subaru und Suzuki wurden aufgegeben beziehungsweise veräussert. Die Gemeinschaftswerke in den USA mit Toyota an Toyota verkauft. Saab wurde 2009 an den holländischen Sportwagenhersteller Spyker veräussert. 2016 wurde bekannt, dass sich Chevrolet (Daewoo) zugunsten von Opel vom europäischen Markt zurückzieht. Ein Jahr später verkaufte GM die Marken Opel/Vauxhall an die französische PSA Gruppe (Peugeot (Heute Stellantis)). Somit hat sich General Motors vom europäischen Markt komplett zurückgezogen. 2020 kam der nächste Paukenschlag: Einstellung der australischen Marke Holden. So ist der einstige Gigant General Motors zum kleinen „regionalen“ Hersteller in Nordamerika und China/Korea geschrumpft.
