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Tüscher, Zürich, 1919-Heute, Enzyklopädie

1917-1984 Gebrüder Tüscher & Co. Hardturmstrasse, Zürich, Schweiz
1984-Heute Carroserie Tüscher AG, Rietsratsse 10, 8108 Dällikon, Schweiz,

www.tuescherag.ch

Die Gebrüder Tüscher & Co. ging auf die beiden Firmen von Adolf Tüscher (Huf und Wagenschmiede ab 1902 in Zürich-Wipkingen) und Fritz Tüscher (Carrosseriewagnerei ab 1907 in Zürich-Aussersihl) zurück. 1917 beschlossen die beiden Brüder ihre Firmen an einem neuen Ort zusammenzuführen. So entstand die Gebrüder Tüscher & Co an der Hardturmstrasse in Zürich. An diesem Ort besass man nun eine Hammerschmiede, Spenglerei, Wagnerei, Sattlerei und Malerei. 1918 trat Fritz Tüscher dem Carrosserie Verband bei und kam schnell in dessen Vorstand. Mittlerweile beschäftigten die beiden Brüder bereits über 40 Mitarbeiter. Wann genau die Firma Tüscher in den Karosseriebau einstig ist nicht ganz überliefert, bekannt ist dass 1919 erstmals ein Post Omnibus auf einem Martini-Chassis karossiert wurde. In den 20er Jahren wurden etliche Fahrzeuge karossiert darunter waren Marken wie Diatto, Isotta-Fraschini, Minerva, Martini oder Fiat. 1929 durfte Tüscher für die Stadt Zürich eine Serie von Autobussen herstellen, ein Segen in der Wirtschaftskrise. Durch die Wirtschaftskrise hatte der Bundesrat Massnahmen ergriffen um die Produktion in der Schweiz zu erhöhen. So wurden Importzölle auf ganze Fahrzeuge massiv erhöht und Fahrzeuge welche in der Schweiz montiert wurden der Zoll erlassen. Dies hatte zur Folge, dass Chrysler (bei Saurer) und GM in Biel ein Montagewerk einrichtete und vor Ort produzierte. Diese Situation ermutigte Tüscher ein neue Halle zu bauen um Cabriolet Karosserien in Kleinserien herzustellen. Der Plan ging auf, so konnte Tüscher mit der AMAG (Importeur von Chrysler) Verträge zur Herstellung von Kleinserien Cabriolets eingehen. Emil Frey liess mehrere Jaguar, die Agence Americaine GM-Produkte und Franz Delahayes bei Tüscher einkleiden. Dazu kamen noch einige Einzelbestellungen von Privaten auf Fahrgestellen von Auburn, Studebaker, Bugatti, Alfa Romeo oder Opel. Während dem Zweiten Weltkrieg kam die Produktion infolge Material und Fachpersonal Mangel zum erliegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fokussierte sich Tüscher auf den Bau von Reisecars, Autobusse und Spezialfahrzeuge für die Post. 1984 verliess der letzte Tüscher die Hallen an der Hardturmstrasse, man verlegte den Sitz und Produktion nach Dällikon. Heute gehört die „neue Carrosserie Tüscher AG“ der Bellacher Firma „Carrosserie Hess AG“.

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